10 Songs…

… die niemand mehr auf Parties hören will.

1.) Nirvana – Smells Like Teen Spirit (Hat nichts mehr mit Kult zu tun, ist einfach nur noch ausgelutscht. Langhaarige Männer mit grünschwarz - gestreiften Pullis laufen alle auf die Tanzfläche und fühlen sich ein bisschen wie Kurt Cobain – nehmen vermutlich auch die gleichen Drogen.)

2.) The White Stripes – Seven Nation Army (döööö döö dö dödödöööö dööö - mehr muss ich wohl nicht sagen. Vermehrt von besoffenen Fussballfans mit leichten Textänderungen mitgegröhlt.)

3.) Rage Against The Machine – Killing In The Name Of (läutet die tote Stunde ein. Besoffene Heavy Metal Fans oder die, die es werden wollen, moshen rum und hauen sich die Nase blutig.)

4.) Mia – Tanz der Moleküle (sollte mich jemals jemand dazu tanzen sehen, bin ich betrunken. Wenn es hinterher Beweise gibt, kriegt derjenige 5 €.)

5.) Sportfreunde Stiller – Ein Kompliment (Pärchen knutschen mit viel Zungeneinsatz rum, Singles machen anderen peinliche Komplimente)

6.) Placebo – The Bitter End (Zu später Stund tanzen all die, die niemanden mit der Masche von Punkt 5 rumkriegen konnten. Every Me And Every You ist genau so schlimm.)

7.) Oasis – Wonderwall (Pärchen läuten Sex mit dem Vorspiel auf der Tanzfläche ein. Im ganz schlimmen Fall haben sie den Sex auch gleich dort.)

8.) Die Ärzte - Westerland/ Zu Spät / Männer sind Schweine (genialste Band überhaupt, aber warum nur das schlechteste Lied von ihnen spielen!?)

9.) Michel Teló – Ai Se Eu Te Pego (Nossa Nossa) (Einfach nur zum Ausrasten Scheiße. Da hilft selbst kein Jägermeister mehr.)

10.) Jetzt seid ihr gefragt. Welchen Song hasst ihr am meisten?

To do

( ) Mein Tagebuch veröffentlichen und die nächste Bridget Jones werden

( ) aufhören, Leuten hinterherzurennen, die es nicht wert sind

(x) Gilmore Girls bis zum Abwinken gucken

( ) gelassener werden

 

Meine Freunde

sind die besten. Viele kenne ich schon seit mehreren Jahren, eine meiner besten seit Studienbeginn. Und man kann wirklich alles mit ihnen machen, alles bereden. So sollten Freundschaften sein, oder?

Dann gibt es noch die andere Sorte von Freunden: Die, bei denen ich denke, dass ich nie erwünscht bin. Ich gebe mir wirklich Mühe, lade sie auf meine Parties ein. Sie fahren heute Grillen und laden mich nicht einmal ein. Gut, ich wüsste nicht, ob ich bei meiner aktuellen Situation mitgekommen wäre, aber man hätte mich doch wenigstens fragen können, oder? So etwas macht mich immer ein wenig traurig.

Wenn ich Menschen nicht leiden kann, merken sie das. Nicht, dass ich sie beschimpfen würde, aber ich gehe ihnen dann meist aus dem Weg. Aber sie wissen, dass ich sie nicht mag.

Ich habe generell eine Abneigung, wenn Leute über mein Privatleben Bescheid wissen. Deswegen gebe ich bei meinen Kommilitonen nur wenig über mich Preis. Ob hinter meinem Rücken über mich geredet wird? Wie dem auch sei, jedenfalls wissen meine zwei, drei, engsten Freunde darüber Bescheid, wie ich mich fühle und wonach mir ist und nicht.

Klar gesagt: Ich habe kein Interesse daran, mich mit jedem gut zu verstehen. Erstens kann man das nicht, zweitens kostet das nur unheimlich viele Nerven.

Falsche Freunde sind ätzend. Sie zu entlarven, kostet ebenfalls viel Zeit, vor allem, weil ich immer dachte, dass ich eine gute Menschenkenntnis hätte. Einmal in fünf Jahren werde ich dann trotzdem immer mal wieder auf’s Kreuz gelegt und irre mich. Nicht zu ändern.

Ist es zu viel verlangt, dass ich ebenfalls von Mitmenschen erwarte, dass sie mir sagen, woran ich bin? Wie schon gesagt, es ist mir egal, wer mich nicht mag. Aber wenn mich jemand als gute Freundin bezeichnet, erwarte ich Ehrlichkeit. Dann soll man mir einfach sagen, wenn man mich nicht dabei haben will.

Gerade, wenn es um’s Grillen geht, verstehe ich keinen Spaß. Das sollte man eigentlich wissen, wenn man meint, mich zu kennen!

Die Kunst des Wertschätzens

Es gibt viele Momente, in denen man unzufrieden ist. Man möchte hinschmeißen, aufgeben, alles “gut sein lassen”. Warum eigentlich? Warum können wir nicht einfach das genießen, was man hat? Einfach das Talent haben, in schlechten Zeiten zu lernen? Um sich dann wieder auf die richtig guten Zeiten freuen zu können? Things won’t get better until they get much worse. Oder was?

In dieser Woche sind viele Dinge passiert, die mein Weltbild komplett umgekrempelt haben. Am Montag ist mein schlimmster Alptraum wahr geworden. Ich will nicht detailliert breit treten, was passiert ist, aber ich verbrachte fast die ganze Woche jeden Nachmittag im Krankenhaus. Dinge können so schnell vorbei sein. Die ganze Zeit quälten mich “Was wäre wenn…?” – Fragen, obwohl ich keinerlei Schuld hatte. Ich litt unheimlich und weinte viel in dieser Woche.

Es ist so wie neulich im Comicladen. Ein kleiner Junge nahm eines der Hefte an sich und sagte zum Verkäufer: “Wenn ich es durchgelesen habe, kann ich es ja wegschmeißen!” – Der Verkäufer antwortete grimmig: “Das solltest du besser nicht tun – gerade Dinge, die dir als selbstverständlich erscheinen, haben einen unschätzbaren Wert.”

Jetzt weiß ich, dass er Recht hatte. Ein 16 Jahre alter Comic, ein Schicksalsschlag, der einen geliebten Menschen aus dem Leben zu reißen scheint – Leute, lernt das zu schätzen, was ihr besitzt. Sagt Menschen rechtzeitig, was sie euch bedeuten. Die oberste Regel bei mir: Immer vernünftig voneinander verabschieden, da man nie weiß, was passiert.

Danke an alle, die diese Woche mit einem offenen Ohr für mich da waren – ihr seid einfach Gold wert. 

Das traurige zweite Album oder auch: Sterben Headliner demnächst aus?

Neulich las ich einen sehr interessanten Artikel in einem Musikmagazin. titelthema: Sterben Headliner aus? Seitdem geht mir dieser Gedanke nicht mehr aus dem Kopf. U2, Depeche Mode, The Cure – Ohne Zweifel, alles klasse Bands, die Meilensteine in der Musikgeschichte schrieben. Gerne wäre ich 20 Jahre eher geboren worden, um mir diese größen auf den festivals angucken. Doch warum damals? Immer noch stehen sie auf der Bühne und scheinen mühelos ein Album nach dem anderen zu produzieren. Aber warum eigentlich? Ist das denn nie ausgelutscht? Sucht nach Ru(h)m oder was weiß ich. Doch dann wurde es mir klar: Es gibt einfach keine würdigen Nachfolger.

Nehmen wir mal rock am Ring. 2012. Headliner? Linkin Park, Metallica und Die toten Hosen. 2002? System Of A down, Bad Religion, Faithless. 1992? Pearl Jam, Elton John und Bryan Adams. Mir scheint, als wollen sich die Festivalplaner am altbewährten festhalten. Oder aber auch nicht Neues wagen? Welche tollen Bands haben sich in den letzten zehn Jahren gegründet und man kann mit Verlaub von ihnen sagen, dass sie einmal die Welt beherrschen? Ich glaube, keine. Jedenfalls keine von denen, die ansatzweise eine neue Headliner-Ära ins Leben rufen könnten.

Aber wer will denn in fünf Jahren noch die Rolling Stones sehen? Kommen sie dann mit Krüken auf die Bühne und halten den Text in den Händen, weil ihre Augen zu schwach für den Teleprompter sind? Wieso halten sich Bands heute genau so lange wie eine unaufladbare Batterie? Maximo Park als Headliner? Undenkbar! Aber warum eigentlich nicht? Festivals sind zwar super, aber ich möchte langsam einmal neue Meilensteine! Es scheinen immer nur die kleinen Bands zu sein, die man für sich entdeckt und die dann scheinbar noch eine “Geheimtipp-Zukunft” haben. zuletzt waren das bei mir das Audiolith – Imperium sowie Arcade Fire.

So langsam habe ich keine Lust mehr auf Band-Reunions. Demnächst wohl auch noch die Wohlstandskinder oder Schrottgrenze? Ich hoffe nicht, nein, um Gottes Willen.

Mein bisher einziges feststehendes Festival ist das Hurricane. Headliner? Die Ärzte, seit 30 Jahren bestehend. Aber die dürfen das auch. Blink 182? In den 90ern cool, aber jetzt ausgelutscht. Neues Album wohl auch, leider wie so oft, nur, um Geld zu scheffeln. Justice? “Relativ” neue Band, werde ich mir mit Freuden angucken.

In dem Sinne: Schon mal auf eine schöne Festivalzeit!

Mein neues Leben als Radfahrerin

oder auch: Wie sich andere Leute vor meinem Fahrstil schützen sollten.

Ich habe es geschafft: Endlich habe ich mein Fahrrad hier. Lustig mit Zebrafolie aus dem Baumarkt beklebt ging es dann auch auf die Reise: Zum Hassel, zur FH, zu Freunden: Überall wird hingeradelt. Aber Achtung: Noch habe ich keinen Fahrradkorb. So transportiere ich meinen Uni-Kram auf dem Gepäckträger und habe natürlich in beiden Ohren Musikbeschallung.

So rief mir neulich ein Kerl hinterher: “DEINE TASCHE!!!”

*nimmt den Stöpsel raus* “Häää?”

“DEINE TASCHE!!!”

Gucke auf die Kreuzung hinter mir liegt mein gesamter Tascheninhalt auf einer riesigen Straße verteilt: Brotbüchse, Tagebuch, Banane. 

Alles eingesammelt. Nein, halt, die Brotbüchse in der Mitte fehlt noch. Ampel rot. Verdammt. Straßenbahn kommt. Gucke. Verdammt. Rast natürlich direkt drüber. Ich gucke. Bahn weg, Büchse heile. Ich bin meine eigene Heldin!

… und jetzt habe ich auch einen Fahrradkorb.

Falsche Seite, anderen ausweichen, sodass man sich trotzdem fast reinfährt: Ich bin Meister. Aber ich lerne ja auch nur. Mit Zebra an meiner Seite wird das sicherlich gut klappen.

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